Jutta

Vilshof
D - 92287 Schmidmühlen
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Jutta

2014

Liebe Leute,

das Wetter ist total unweihnachtlich - eben – 02.12. 9:00 Uhr nieselt es und trüb ist es – aber zum Weihnachtsbriefschreiben ganz gut.

 

Günther ist schon seit 7:00 Uhr unterwegs, „tafelmäßig“ - heute und morgen werden die Geschäfte abgefahren und Lebensmittel für die Mittwochsausgabe abgeliefert. Mittlerweile haben wir im Städtedreieck Burglengenfeld – Teublitz – Maxhütte doppelt soviel Leute wie am Anfang des Jahres – Flüchtlinge aus Armenien, Syrien und Afghanistan. Auf Adventsmärkten verkaufen wir Lose für die Tafel.

Ansonsten: sind gesund – die Gelenke streiken ab und an etwas – aber wenn man sich dann bewegt – vergisst man es.

Günther sorgt mit für Haus und Hof, fährt im Wald ums Holz, mäht den Rasen, kocht manchmal, erholt sich beim Zeitung Lesen mittags.

Bei mir ist immer noch Gemeinde mit Chor und Flohmarkt, Seniorenheim, Frauentanzen. Ab und zu fahren wir auch die Enkel, nützen dann die Zeit in dem schönen Burglengenfelder Schwimmbad.

 

Im Januar haben unsere Kinder uns eine Reise nach Malta geschenkt, weil Wanda dort war für ein halbes Jahr und Englischunterricht gab. Sie hat uns Malta nahegebracht: Name von den Malteserrittern, die im 16. Jahrhundert dort ansässig wurden. Es ist das kleinste EU Land, 270 qkm groß, wir sind mit dem Bus rundherum gefahren – 30 x 9 qkm gibt viel zu sehen: Hauptstadt La Valetta – eine Grotte, in der Apostel Paulus war – die drittgrößte Kirchenkuppel der Erde – überhaupt gibt es auf Malta 365 Kirchen!

 

In Lettland war Günther 2 mal - ich öfters – wir fliegen jetzt, weil das Autofahren uns selber zu mühsam ist.

In Riga: Kulturhauptstadt 2014! Viel Musik: Chorolympiade – 27 000 Sänger aus 73 Ländern, Konzerte berühmter Letten , die sonst im Ausland sind: Gideon Kremer, Mischa Maisky, Mariss Jansons, Elina Garanca, Andris Nelsons, Kristine Opolais (die gerade in München Manon Lescaut singt).

Dann wurde die neue Bibliothek – genannt „Palast des Licht“ - eingeweiht. Was mir gefallen hat: Die Bücher aus der alten Bibliothek wurden von Hand zu Hand in einer Menschenkette 3 km hinüber gereicht – das Erste war eine Bibel aus dem 17. Jahrhundert.

Im Meerhäuschen, was ich „mein Traumhaus“ nenne, waren wir des öfteren – alle mögen es, der Strand ist auch noch urig.

 

Ansonsten: verschiedene „Treffs“: 52 Jahre Abitur in Würzburg, wohin ich gerne und öfters fahre, Tante Maija ist 94 – aber - Hut ab – versorgt sich noch selber.

Familientreff von Omas Seite bei Meimsheim – immer wieder schön, um sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Lisbeth wurde heuer 80 – schier unglaublich – ist fit und beweglich – macht täglich ihren Spaziergang – joggt sogar – schafft Ordnung für Katzen und Hund und organisiert wöchentlich unsere Sauna.

 

Wir hoffen auf ein gutes neues Jahr und:

 

Wir wünschen Euch Augen, die Wunder noch sehn.
Wir wünschen Euch Träume, die Weihnacht verstehen.
Wir wünschen Euch Hände, die Gutes vollbringen.
Wir wünschen Euch Kraft beim Essen und Singen.

Wir wünschen Euch Ohren, die Leid und Freud hören.
Wir wünschen Euch Tage, die ganz Euch gehören.
Wir wünschen Euch reichlich genossene Zeit.
Wir wünschen Euch ein Herz, das von Sorgen befreit.

 

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2013

Mögest Du Dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.

 

Liebe Freunde,
dieser irische Wunsch spricht mir aus dem Herzen und ich denke, vielen von Euch auch.

Heuer bin ich spät dran – will es trotzdem ohne Hetze angehen. Bin nämlich gestern erst von meinem 14-tägigen Aufenthalt in Lettland zurückgekommen. Ich wollte einfach HIN! Habe eine emsige Vorweihnachtszeit mit all meinen guten Freunden und Bekannten verbracht. Was geschah?

Januar
mit Tante Maija das neuer Jahr erwartet und heuer wieder.
Unsere Kinder hatten uns einen 4-tägigen Aufenthalt in Freudenstadt geschenkt, der „heimlichen Hauptstadt“ Schwarzwalds – gegründet 1600 und hat den größten Marktplatz Deutschlands.

Februar
Bin länger in Lettland - weil eine Ausstellung von Onkel Ossis Bildern, wo ich auch ein wenig mithelfe.

März
Fahre zur Reisfastenwoche nach Cham. Meine Mutter ist schon vor 6 Jahren, am 13.3. gestorben. Nach Würzburg: Andrejs, Tante Maijas Neffe, kommt aus Australien auf dem Weg nach Lettland zu Besuch.

April
Günther weisselte unserer Küche. Er hat überhaupt den ganzen Tag zu tun, er steht schon um 6:00 Uhr auf. Oft Darius versorgen – in Kindergarten fahren – für die Wärme sorgen – Holz im Wald holen und Ofen heizen.

Mai
Wir fahren nach Lettland, besuchen unterwegs den „Kreuzberg“ in Litauen, ein Symbol des unbesiegbaren Glaubens der Litauer; es wurden dort schon im 14. Jahrhundert Helden begraben – lange durfte man da nicht hin, aber 1993 hat sogar Papst Johannes Paul den Berg besucht, wo mittlerweile ungefähr 1 Million verschiedenste Kreuze stehen. Wir haben auch zwei dazu.

Im Meerhäusl hat Günther wieder für die Saisoneröffnung gesorgt. Im Haus in Riga wurde auch ausgebaut .- zwei schöne Wohnungen – die jetzt schon vermietet sind. Da läuft alles prima – dank der tüchtigen Verwaltung.

Daheim ging's gleich nach Ehningen zur Hochzeit mit Lisbeth, die übrigens noch immer so fit und flott ist wie das Jahr zuvor – unermüdlich Katzen versorgt, den Hof in Ordnung hält – joggt und radelt und mit Begeisterung Tennis anschaut.

Juni, Juli
Wieder nach Lettland – weil Sängerfest – das wunderschöne – wo einige meiner deutschen Freunde dabei waren. Für 10 Tage waren dann Günther mit Christiane und Familie in Riga, beziehungsweise am Meer.

August
Fahre mit einer Tanzgruppe wieder – zum 3. Mal – nach Schmidmühlen zum Marktfest und nach 3 Tagen wieder mit „zurück“. Dann ist noch unser Chorfest am Vilshof.

September
Bunte Stunde im Seniorenheim, Gemeindebrief – Flohmarkt, - Tafel – einmal wöchentlich Schwimmen.

Oktober
Fliegen mit Günther wieder mal nach Riga – Mara wird 90! Haus am Meer muss winterfest gemacht werden. Heuer gab's sehr viele Äpfel und Weintrauben (!) dort!
Dann noch was: Die sterblichen Überreste meiner Großeltern Anna und Edvarts Zarins wurden von Würzburg nach Gaujiema in Lettland überführt und im dortigen Familiengrab beigesetzt. Familiengeschichtliches findet sich hier.

November
Nach Würzburg – treff mich dort auch immer mit meinen Schulfreundinnen. Mit Tante Maija geht’s zum Einkaufen – Stadtbummel und zu Ikea!!

Dezember
Singen in der Kirche am 1. Advent und dann gleich am 2.12. nach Lettland! - und – der Kreis schließt sich – bin wieder da, mit einem kleinen Bus, der mich bis zur Haustüre brachte. Grad scheint die Sonne 11:30 Uhr und ich wünsche euch:

Möge Freude und Frieden Euch umgeben,
Zufriedenheit verriegle Eure Türe,
Glück sei jetzt mit Euch
und segne Euch immerfort!

 

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25.11.2012, 10 Uhr

Wir wünschen Euch,
dass das Licht, das zu Weihnachten Euer Herz erhellt -
nach den Feiertagen
nicht wieder verloren geht,
sondern Eure Seele und alle Eure Wege
durchwärmt und erleuchtet
durch das kommende Jahr

 

Gerade könnte man mehr Licht sehr gebrauchen, es ist ja so duster – aber „frisch gewagt ist halb gewonnen“ - und der Anfang vom Weihnachtsbrief ist geworden.
Der Spruch kam mir in den Sinn, weil wir alle 14 Tage im Seniorenheim den Bewohnern mit einer „bunte Stunde“ den Vormittag verkürzen und versuchen, sie zum Mitmachen zu animieren – und als erfolgreich hat sich gezeigt: wir sagen die Hälfte eines bekannten Sprichwortes und das muss dann ergänzt werden!

Heute kommen Astrid und Tiffy mit den 3 Buben zum Geburtstagsessen – Linus ist 10 geworden und hat sich vom Opa Braten und Knödel gewünscht. Ich half halt auch ein wenig mit – und fahre dann gleich nach Burglengenfeld zum Helfen beim Flohmarkt. Abends geht’s in die Sauna – die Lisbeth immer bestens vor- und nachbereitet – wir lassen es nicht aus – jede Woche wird geschwitzt – so wie jede Woche einmal zum Schwimmen. Lisbeth ist unglaublich fit, sorgt nicht nur für Bett und Essen für unsere vielen Katzen – sondern auch für Neffen und Nichten.

28.11.2012, 18 Uhr

Kommen von der „Tafel“ - Günther ist schon seit 7:30 Uhr unterwegs – holt Brot, Semmeln und Gebäck bei 5 Bäckern. Die übrigen Waren holen andere Helfer und heute ist Ausgabe an die Bedürftigen von 13 – 16 Uhr. Zu uns kommen an die 70 Leute und bekommen dann für 2 € Brot, Gemüse, Fertigprodukte, Obst, Wurstkonservern und viele Milcherzeugnisse. Ich kann mich immer noch nicht so recht abfinden damit, dass „normalerweise“ das alles weggeworfen wird! Wir arbeiten da gerne mit.

29.11.2012, 13 Uhr

Heute ist's nun endlich hell und weiß geworden – so herrlich schaut's aus – der Schnee überall. Nur auf der Straße ist es matschig – Günther und ich sind eben wieder heim – vom Gemeindebrief Heften.

01.12.2013, 13 Uhr

Mittagessen beendet – Maija's Kinder und Darius, der heute Nacht bei uns geschlafen hat – haben auch Nudeln mitgegessen – Lieblingsgericht der Kinder. Maija ist beim Probentag des Bezirksorchesters und Stephan in der Arbeit. Günther wird gleich mit den Traktor in den Wald fahren, um nach Misteln und Christbäumen zu schauen. Morgen singt unser Chor zum 1. Advent mit Einführung der neuen Kirchenvorstände. Mit dem Chor hatten wir im August eine Konzertreise nach Langendorf bei Gorleben zu dem Mandolinenorchester, das letztes Jahr hier war. Verlebten wunderschöne Tage mit Musizieren und lieben Menschen, Gegend kennenlernen. Morgen Abend: Losverkauf am Burglengenfelder Adventsmarkt zugunsten der Tafel.

Reisen waren auch noch:Zwei mal mit Günther und Auto nach Lettland, haben Maras 89. Geburtstag gefeiert und uns ansonsten von Mara verwöhnen lassen. Mit den Häusern ist alles in Ordnung – bin ich froh! Ich bin noch öfters dort gewesen – weil ich mit jemandem mitfahren konnte. Im August wieder eine „Retoure-Reise“ mit einer lettischen Tanzgruppe zum Schmidmühlener Marktfest.
Im Mai haben wir „Mädels“ von der Mozartschule unser 50-jähriges Abitur mit einer Schifffahrt von Linz nach Wien begangen – wie vor 50 Jahren bei der Abiturfahrt!
Des öfteren war ich in Würzburg – gerne fahr ich dort hin – Tante Maija war zeitweise nicht so gut beisammen – aber jetzt geht’s wieder. In Ehningen waren wir vor kurzem bei den „Burkhardt“- Verwandten – für nächstes Jahr ist ein Treffen der Meimsheimer geplant. Und in Riga ist im Juli wieder Sängerfest!

 

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2011

Januar: erwarte das neue Jahr, wie uns nun schon öfters in Würzburg- wohin ich gerne fahre - zu Tante Maija - wo ich ja auch daheim bin - und meine Freunde sind und es schön ist.
Geburtstage gefeiert - habe auch schon das ehrwürdige Alter von 70 erreicht - besonders haben wir "alte" Opitz-Klinik Leute uns über ein Wiedersehen gefreut - fast 10 Jahre gibt's die Klinik nimmer.

Februar: Nach Lettland - viel Schnee in noch uriger Landschaft. Meistens gelingt es mir - mit jemandem im Auto mitgenommen zu werden - mag ich gerne - lieber als Fliegen.

März: Wieder in Würzburg - da gehen wir immer ins Kino oder Theater - Kultur muss sein!
Ind der Gemeinde - Flohmarkt - Büchersortieren - Bunte Stunde im Altersheim - alle 14 Tage

April: Singen in der Kirche - was bedeutet - vorher und auch natürlich nachher Chorproben.

Mai :Vom 3. - 6. genießen Günther und ich unser Geschenk von den Kindern: Schifffahrt von Passau nach Wien (durch 7 Schleusen) hat uns große Freude gemacht. Dann für 10 Tage mit Günther und Auto nach Lettland - hier Häuschen für die Saison herrichten - Freunde besuchen und ich die Oper, Ballett.

Juni: in Würzburg ist Afrika Festival - das alljährliche und größte in Europa - gleich nebendran wo wir wohnen - beeindruckend.

Juli: Klassentreffen, 49 Jahre nach dem Abitur - diesmal in Murnau - 3 Tage.
Dann fahre ich nach Lettland- wo ich bis Ende August bleibe- allerdings - unterbrochen von einer 6tägigen Reise im

August nach Deutschland: eine lettische Tanzgruppe ist in Schmidmühlen beim Marktfest aufgetreten - anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens.: da ich mitgeholfen habe beim Organisieren, bin ich auch mitgefahren - über Prag - Karlsbad- 3x daheim übernachtet - und über Dresden - Breslau wieder zurück nach Lettland. Dort waren von der Familie mehrere da.

September - dies und das am Vilshof - Enkelkinder rumfahren - mit dem Cris zum Oktoberfest - im Dirndl!
Dann wieder nach Lettland mit Günther - Häusle winterfest machen. Sich verwöhnen lassen von Mara in Riga.

Oktober kommt das Langendorfer (bei Gorleben) Mandolinen Orchester, dessen Leiterin die Tante unsrer Chorleiterin ist, nach Burglengenfeld und wir gehen auf Tournee - 4 x miteinander auftreten!
Bin ganz begeistert vom Mandolinenspiel! Hatte es vorher gar nie so wahrgenommen.

November viel zu tun bei der "Tafel" wo besonders Günther sich sehr engagiert mit fahren und sortieren - räumen. Aber - es macht auch Freude!

Dezember ist noch "dran" - heute abend geh ich zum Frauenadvent - Günther ist auch eben gekommen hat Leo zur Musikstunde gefahren - sonst ist's auch net langweilig: Holz gemacht - viel - weil es gab Bruch im Wald; Heizen, auf Daius schauen.

Lisbeth füttert Hund und 7 Katzen - und die Neffen + Nichten, die täglich am nachmittags vorbeischauen. War im Juni in Johanngeorgenstadt - mit dem Gemeindeausflug - das ist unsere Partnergemeinde im Erzgebirge. Fitness ist täglich drin - laufen- gehen oder radeln und - wöchentlich Sauna für alle.

 

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2010

Sitze in unserer Wohnung und warte auf meinen Chauffeur, der vom 200km entfernten Balvi unterwegs ist und gegen 14 Uhr mich abholen wird. War nämlich10 Tage hier - hatte Gelegenheit, vom Vilshof mitzufahren. Die Fahrt der 1600 km nach Riga dauerte dann 30 Stunden durch Schnee und Eis, mit 4-stündigem Stehen in Prag, aber - Ende gut. alles gut.

Habe hier eine wirklich gute Adventswoche genossen, liebe Bekannte getroffen, war bei meiner Friseuse in Dobele, von dort mit dem Bus nach Saldus, wo ich - zu meinem großen Bedauern Tante Maijas Schwester Rita nur auf dem Friedhof besuchen konnte. Rita feierte ihren 100. Geburtstag im Juli, Verwandte aus Australien, Amerika und aus Deutschland - Tante Maija und ich - haben 5 Tage lang gefeiert!
Vor 2 Tagen bin ich blöd hingefallen und nun sind die Bänder am Knie lädiert und ich bin humpelnd und mit Stock - eine neue Erfahrung, ich hab jetzt meine staade Zeit!

Für Günther und mich war es ein gutes Jahr - 2x in Lettland mit dem Auto, das ist nun schon so üblich - und gefällt uns immer wieder. Günther "darf" dann am Häusl am Meer arbeiten: heuer Bäume sägen, allerlei ausbessern, diverses nageln und schrauben, im Herbst das Häusl winterfest machen.

Im Sommer waren Marita und Astrid mit Familien und Freunden da - da tut sich was!

Am VILSHOF: die üblichen "Good will" Dinge: Gemeinde mit Chor, Flohmarkt, Altersheim, Gemeindebrief. Die "Tafel", wo die Bedürftigen Lebensmittel bekommen, die man an den Großmärkten abholen muss, Günther ist da recht eingespannt.

Ich wurschtle halt so rum, weiß gar nicht wie die Zeit so schnell vergeht - ist's etwa schon das Alter? Die Enkelkinder, es sind hier 8, brauchen uns ab und zu.

Unsere Lisbeth ist aktiv und fit wie eh und je, sorgt für Ordnung im Hof, füttert Katzen und Hund und auch die Neffen und Nichten, die jeden Nachmittag zu einer Brotzeit vorbeischauen. Und natürlich, ganz wichtig jede Woche die Sauna, die wir alle sehr genießen, zum Abkühlen haben wir ja unsere Vils!

Vilshof, den 14.12., 17 Uhr

Bin nun wieder daheim, diesmal nach 25-stündiger Fahrt, auch wieder durch Schnee und Eis, aber mit einem guten Fahrer. Hier ist genauso tiefer Winter, Günther hatte die ganze Zeit zu räumen. Habe lettischen Lebkuchenteig mitgebracht, die Kinder müssen nun backen!

Es ist auch schon etliche Weihnachtspost eingetroffen - und jetzt bin ich dran - um Euch allen beste Grüße für das Fest zu senden und gute Wünsche fürs Neue Jahr.

 

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2009

Heute muss der Brief nun werden - ihr merkt, ich weiss, dass heuer Schillers 250. Geburtstag war - frisch den Stift nehm ich zur Hand. Will schon seit einigen Tagen schreiben, aber es war immer was anderes los:

50 jähr. Bestehen unserer ev. Gemeinde mit Chorsingen, mitfeiern...

Mithelfen am Flohmarkt...Ausgabe von Lebensmitteln bei der "Tafel", für Bedürftige in dieser Gegend,seit September sind Günther und ich dabei, Sachen von den Läden holen, sortieren, ausgeben; momentan auch noch auf Weihnachtsmärkten rumstehen. Dann noch Bunte Stunde im Seniorenheim, helfen und falten beim Gemeindebrief,--das ist so unsere aushäusige Tätigkeit, ja dann noch ins Schwimmbad gehen und die Kinder umeinanderfahren, wohin und warum, das werden die Eltern selber schreiben.

So freut mich immer ein ruhiger Abend im kuscheligen Wohnzimmer mit lesen, fernsehen, gruschteln --ein Gläschen Wein...

Hab gerade von Reinhardt Mey gelesen:

"Noch weht mir der Wind von der See entgegennoch find
ich Sand in meinen Hosenumschlägen-
und Dünengras in meinem Haar ---
Ist es wirklich schon ein halbes Jahr? "

..das könnte ich fast von mir sagen, denn heuer war ich oft und lange in Lettland, in unserem Meerhäuschen, wo ich mich sehr wohlfühle und auch meine Freude habe, es anderen zu zeigen, mein "Traumhaus"! Das konnte ich ausgiebig, besonders gerne meinen Klassenkameradinnen mit Ehemännern, weil wir nämlich ein Klassentreffen in Riga hatten. 3 Tage wurde meine schöne Heimatstadt "vorgeführt", anschliessend fuhren wir 2 Tage nach Tallinn, Estlands Hauptstadt, hat mir sehr imponiert, tüchtig, die Esten.

In Lettland selbst ist die politische und wirtschaftliche Lage sehr kritisch, die Regierung taugt nix, den Rentnern, die im Schnitt 250 Euro bekommen, wird jetzt 10% gekürzt, die Medizin ist teuer, Krankenhäuser und Schulen werden geschlossen, Läden stehen leer. Wir wurden auch betroffen, der Elektroladen in unserem Haus machte Bankrott, stand eine Zeitlang leer, aber zum Glück entsteht da jetzt ein Schönheitssalon(und das in der Krisenzeit!), hoffentlich hält der sich.

Mit Günther waren wir 2 mal mitm Auto in Lettland, 1600km - mittlerweile ist uns der Weg schon recht geläufig und mit 1 mal Übernachten in Polen geht's prima, die Strassen sind jetzt auch besser.

Günther hat in seinem "Ruhestand" genügend um die Ohren, in Haus und Hof und Wald, wo er gerne ist, und wir brauchen ja Holz, weil wir doch eine Holzheizung haben

Lisbeth ist nach wie vor der Anlaufpunkt für die Kinder --Jeden Nachmittag Brotzeit,erzählen, für uns andere Sauna, wöchentlich.Versorgen von Hund und Katzen, Aufräumen rundherum.Und dann noch täglich gehen oder joggen. Lisbeth lässt alle herzlich grüssen, selbst telefoniert sie lieber als schreiben.

Die meisten werden es wissen: Tante Maija in Würzburg ist im Mai in ihrer Wohnung hingefallen und lag dort 4 Nächte und 3 Tage bis man sie gefunden hat. Oberschenkelbruch, einige Rippen und die Niere kurz vor'm Versagen.

So bin ich dann auch nach Wbg. gefahren --öfters -zum Behilflichsein. Jetzt geht es T.Maija ...na ja.., aber sie ist in ihrer Wohnung, im 4. Stock, kann allerdings schon die Treppen runterlaufen, mit gutem Festhalten, kommt alleine zurecht, denn sie hat schon einen eisernen Willen.

So, und heute abend geh ich zum Kreistanz für Frauen, das gefällt mir sehr, wir tanzen auch nach lettischer Musik.

Günther fährt eben den Christbaum, den er mit Linus ausgesucht hat zu Astrid.

 

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2008

"Alles fließe aus eigenem Antrieb, Gewalt sei fern von den Dingen..."
... mit diesem Ausspruch von Johann Amos Comenius fange ich diesmal an - denn gestern bin ich aus Riga zurück - nach einem 5-tägigen Aufenthalt zusammen mit 11 Schülern und 4 Lehrern der Realschule Burglengenfeld - und das im Rahmen des Comenius-Programms.
Comenius ist 1592 in Südmähren geboren, war ein tschechischer Philosoph, Theologe und DER Pädagoge des 17.Jahrhunderts, der sich besonders für die christlich-humanistische Lebenshaltung bemüht hat; gilt auch als Begründer der ersten systematisch aufgebauten Didaktik (Kunst des Unterrichtens) der Neuzeit. Sein Motto: Allen alles ganz zu lehren - ohne Zwang. So ist das Comenius-Programm der EU entstanden - zur Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und der Mobilität von Schülern und Lehrern in der EU, die dann dafür auch Geld gibt. Die Burglengenfelder Realschule arbeitet zusammen mit einer lettischen, bulgarischen und türkischen Schule. Im April haben sich alle 4 hier getroffen - ich wurde als Mittelsfrau für die Letten hinzugebeten - was ich sehr gerne annahm und es hat viel Freude gemacht - und so bin ich diesmal auch wieder zum Aushelfen mitgefahren, es war eine erfolgreiche Fahrt!
Ansonsten: Ein gutes Jahr - im Vergleich zum Brief vor 5 Jahren:
Meine Mutter ist nicht mehr - wir waren 13 Einwohner - jetzt 17 - Enkel - damals 6 - heute 11. Meine anderen Tätigkeiten: Chor - Altenheim - diverses in der Gemeinde - sammle immer noch für arme Letten. Besuche und Treffen mit lieben Menschen - Landau - Würzburg - Karlsruhe - Niederbayern; - einmal wöchentlich zum Schwimmen. Und - natürlich - Lettland! Mit Günther zweimal mit dem Auto. - Bin richtig verliebt in unser Häusl am Meer - habe dort eigenes Wasser bohren lassen - 45 m - aber so sind wir unabhängig von der Gemeinschaft (700 Häuschen!) wo das Wasser von 15.10. - 30.4. abgestellt wird. Im Sommer war wieder das wunderbare Sänger- und Tanzfestival, das ja in die Liste der europäischen Kulturgüter aufgenommen ist. Es waren 8 deutsche Freunde mit.
Günther macht das Holz im eigenen Wald - denn für die Holzheizung braucht man's.
Lisbeth ist nachmittags der Anlaufpunkt für die Kinder - da gibt`s immer was Gutes. Versorgt noch Hund und Katzen - kehrt den Hof und sorgt jeden Samstag, daß wir unsere Sauna so recht genießen können.

 

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2007

Seit dem letzten Advent hat es bei uns drei Ereignisse gegeben, die vielleicht auch bezeichnend sind für den Lebenslauf: Tod - Heirat - Geburt.

Tod:
Am 14.März konnte meine Mutter endlich an ihrer Arbeitsstätte friedlich einschlafen, nach ihrem langen fast 95-jährigen Leben: erst glückliche und sorglose Kindheit und Jugend, Studium, Heirat, ich, dann 13 Jahre Sibirien, die sie sehr verbittert haben. Sie war trotz allem eine sehr fähige Ärztin, ich habe das von vielen gehört, denen sie geholfen hat. Die Urne wurde im Grab ihrer Großmutter, der Hebamme Rosalie Koch, in Riga beigesetzt.

Heirat:
Im Juni haben Christiane und Johnny geheiratet.

Geburt:
Im August hat Astrid ihren dritten Sohn geboren.

Günther und ich sind jetzt "Austrags"-leute, der Vilshof ist an Maija übergeben. Wir dürfen aber hier wohnen, den Hof, Garten und auch Garage benutzen, aber unsere Eier und Milch müssen wir uns immer noch selber besorgen!
Günther ist, wie gerade jetzt, oft im Wald, umHolz für unsere drei Holzöfen (Kachelofen im Wohnzimmer/Bad, Küchenherd und Zentralheizung) zu machen. Wir haben ein neues Ruderboot in der Vils, wo Günther mit den Kindern und dem Hund auf und ab rudert.
Einmal in der Woche leisten wir uns das Schwimmbad in Burglengenfeld, Günther geht ab und an zum Fußball, dann werden die Kinder viel umeinandergefahren, zu Musikstunden, Kindergarten und Besuchen, wie`s halt heutzutage so ist.

Ich mache dies und das, in der Gemeinde, tanzen, räumen, Sachen sammeln für die armen Letten, singen - vor kurzem in Händels Oratorium Messias, das war schon toll! Treffen und Feiern mit Freunden und Verwandten sind immer wieder schöne Akzente, in Würzburg war heuer das 45-jährige Abitur.

Im September sind Günther und ich mit dem Auto wieder nach Lettland gefahren (1700 km), mittlerweile schon auf einer bekannte Route. Wir waren dort in unserem schönen renovierten Häusl am Meer (60 km von Riga entfernt), das mir eine Riesenfreude ist und wo ich mich sehr wohl fühle.
So werden wir auch nächstes Jahr wieder nach Lettland fahren, Anfang Juli ist das große Sängerfest, wo ich unbedingt dort sein will.

Lisbeth ist fit wie immer, sie war heuer für 10 Tage in Oberstdorf, wo sie mit Willi ja lange gearbeitet und gelebt hat.
Im August waren wir zusammen auf einem Gemeindeausflug in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge. Es war sehr interessant, mir wird immer ganz sonderbar, wenn wir die Bergwerke "unter Tage" besuchen - unvorstellbar, wie die Leute daarbeiten konnten - wie haben wir es schön! Lisbeth ist an den Nachmittagen ein beliebter Anlaufpunkt der Kinder, für eine Brotzeit oder einen TV Film. Der Saunabetrieb ist sowieso fest in Lisbeths Hand, was für uns alle sehr angenehm ist.

 

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2006

So spät wie heuer bin ich noch nie drangewesen - der Grund - bin erst am 8. 12. von Lettland heimgeflogen, war dort 2 Wochen bei meiner Mutter. Die Bekannte, die jeden Tag nach ihr schaut, musste ihre Enkelkinder hüten.
Meine Mutter - 94 - ist nun schon recht schwach, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, schlechtes Befinden . Zweimal ist sie hingefallen, man hat es erst nach einigen Stunden gemerkt, selbst konnte sie nicht aufkommen, hat gefroren und sich auch wehgetan.
Nach Riga will sie aber nicht -was ich irgendwo auch verstehen kann. Ich hoffe bloss, dass es einigermassen erträglich weitergeht.

Wir waren heuer viel und oft in Lettland. Mit Günther zweimal, von München geflogen, und auch mit dem Auto im Oktober. Die Tage vergehen dort immer so rasch, viele Freunde, Schönes zu sehen, immer wieder zu meiner Mutter, die 80 km von Riga wohnt. Da bin ich sehr froh um unseren 12 Jahre alten Twingo, mit dem ich rumsausen kann. In Lettland darf man nicht schneller als 90 fahren!
Unser Häusel am Meer - 60 km von Riga - wird gerade noch hergerichtet, nächstes Jahr werden wir dort "richtig" sein können. Den Kindern gefällt es am Meer sehr - uns Grossen auch - dort ist ein wunderbarer uriger Strand, vom Häusel 5 Minuten zu Fuss!
Viele Freunde und Bekannte haben auch Lettland entdeckt und kommen und bleiben im
Haus in Riga.
Vielleicht habt ihr im TV etwas vom NATO Gipfel gesehen, wo Regierungschefs von 26 Ländern in Riga waren, das war eine Aufregung und ein Aufwand, die Schulen waren 3 Tage zu, auch Behörden, gut, dass nix passiert ist, alle hätten bestätigt, Organisation und Gastfreundschaft seien vorbildlich gewesen.

Heute waren Wanda und Leo mit mir im Kleinkindergottesdienst mit Lina-5-, Rosie -3- Zoe-3- und Janis-2-, haben anschliessend einen Reiterhof besucht, wo auch noch verschiedene andere Tiere sind, vor allem hat es ihnen ein fettes schwarzes Hängebauchschwein angetan. Nun wollen einige auch das reiten lernen - mal sehen!

Wenn ich nicht in Lettland bin, geh ich den hausfraulichen und omigen Pflichten nach, garteln, Chor, Frauentanz, diverses ehrenamtliches, radlfahren, schwimmen - also nichts Grossmächtiges.

Günther hat sehr viel Zeit im Wald verbracht, wir haben ja eine Holzheizung, da geht schon was drauf. Er macht es aber gerne. Und dann muss er die Enkelkinder mit dem Traktor spazierenfahren, mit ihnen nach dem Feuer schauen und was halt Männer so machen.
Maija und Stephan haben mächtig umgebaut im Haus, da war Vaters Rat und tat auch gefragt.
Auf jeden Fall ist es prima, dass er nimmer in der Eisengiesserei arbeitet. Wir radeln da öfters vorbei , es kommt keine Wehmut auf!

Die Mädels werden selbst was schreiben. Erwähnen will ich noch unser schreckliches Erleben,
als Linus ,3- im Mai fast ertrunken wäre, in der Vils. Wenn Zoe-2- nicht gekommen und gesagt hätte, dass Linus ins Wasser gefallen ist. Es kommt uns allen noch wie ein Wunder vor, dass es dann letztendlich doch gut ausgegangen ist, und keinerlei gesundheitliche Schäden sind, worüber wir alle miteinander unendlich dankbar sind.

Enkelkinderzuwachs hat es nicht gegeben, es sind nun 9, wovon 7 am Vilshof sind und 2 in Regendorf, 20 km weg.

Lisbeth ist immer noch die Gute und Besorgte, wie alle Jahre. Organisiert unsere wöchentlichen Heim-saunagänge, bewirtet die Kindlein, die täglich um eine Brotzeit - Plätzchen - was zum Trinken zu ihr reinschauen, und dabei auch mal das Herz ausschütten! Momentan wartet sie auf eine neue Couchgarnitur, damit wir alle noch gemütlicher zusammen Kaffeetrinken können.

Wir sind zufrieden und froh, dass es am Vilshof harmonisch zugeht, und wir 16 Leute plus 1Schäferhündin und 5 Katzen ganz gut miteinander auskommen!

 

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2005

Es ist noch gar nicht Advent, und ich fange auch schon zu weihnachteln an! Lass mich also anstecken von dem gar so zeitigen Vorfest. Aber gerade ist es draussen so "stimmig" - etwas Schnee - kühl und dunkel, so daß man gerne schon Kerzen anzündet.

Was hat sich also am Vilshof zugetragen? Wir hatten vieles zum Freuen - Kleines und Grosses, wofür wir sehr dankbar sind. Heute hat es sehr viel geschneit, es ist wunderschön draußen. Haben in der Frühe fleißig Schnee geräumt, wobei uns - Lisbeth, Marita und mir, unsere Emma emsig geholfen hat, sie ist eine sehr liebe Schäferhündin. Heute früh war ich wieder im Altenheim in Burglengenfeld, zur "bunten Stunde", die wir, paar Frauen aus der Gemeinde, für die Senioren gestalten, alle 2 Wochen, mit Singen, Berichten, Quiz, kleinem Imbiss( wichtig!). Anschliessend zu einer Sammelstelle gefahren mit Kleidern für Lettland, wofür ich immer noch mich bemühe. Und jetzt -17 Uhr- etwas TV und dann zur Chorprobe, was mir viel Freude macht. Wir führen immer wieder was Grösseres auf, mit Verstärkung, denn wir sind nur 20. Am Vilshof treffen wir und alljährlich zum Sommerchorfest, das seit 20 Jahren. Es ist ja hier viel Platz und Gäste sind bei uns immerwillkomen. Morgen früh mit Günther zum Gemeindebriefheften, anschliessend Aufräumen des Gemeindeflohmarkts.

Im Sommer gibt es noch den Garten, Schwimmen - malin der Vils, mal im 15 km entfernten Freibad - Radfahren, jeden Tag mit Günther, eine Stunde, hier gibtes wunderbare Fahrradwege.Ich war 4 mal in Lettland - alleine - dann 4 Wochen mit Tante Maija - 1 Woche mit Marita und Familie - man kann jetzt billg von München direkt nach Riga fliegen. Mit Günther und Auto waren wir dann noch im September 2 Wochen, nachdem unser 8. Enkelkind, Julius, hier im Haus geboren ist! Zurück fuhren wir mit der Fähre von Riga nach Lübeck - 36 Stunden, das hat uns sehr gefallen.

Meine Mutter hält sich tapfer, wie immer. Gut geht es ihr nicht, dasSehen wird immer schwächer, die Kräfte lassen nach - sie ist jetzt 93.Wohnt aber noch alleine bei Dobele, im Krankenhausgelände, wo sie gearbeitet hat. 80 km von Riga und will bis jetzt auch nicht weg, obwohl es in Riga viel bequemer wäre. Es schaut jemand nach ihr, aber im Grunde ist sie schon alleine. Interessiert sich sehr für Politik, besonders die lettische - und da geht es ja auch recht bunt zu!

Günther hat seinen "Ruhestand" sehr oftim Wald verbracht - mit Holzmachen - wir haben eine neue Heizung mit Holz, ist prima, aber schluckt auch einiges. Er gibt sich sehr viel mit den Kleinen ab, in der Frühe heißt es schon: "Wo is der Opa?"
Und der ist halt dann da und die Welt wieder in Ordnung.

Lisbeth hat das Jahr auch gut verbracht, hatte im Herbst Wohnzimmer und Küchenrenovierung. DieKleinen suchen sie täglich auf um eine Brotzeit und spielen dann auch dort. Lisbeth ist unsere Saunameisterin, organisiert die wöchentlichen Saunagänge, die wir alle sehr geniessen.

Wir sind nun 15 Personen am Vilshof: Marita und Cris mit 4 Kindern, Maija und Stephan mit 3 Kindern, Lisbeth, Christiane, Günther und ich...

 

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2004

Ereignet hat sich allerlei - zum Glück nichts Schlimmes - ich hoffe, bei Euch auch so.
Habe paar Blätter vom Terminkalender aufgehoben - kaum hat der Monat begonnen, füllt er sich auch schon - meine "Haupttätigkeiten" sind gewesen: Chorproben, Treffen mit Kolleginnen, Schulkameradinnen, Stammtisch unserer ehemaligen Klinik, Geburtstage, Hochzeiten, Konfirmation, Kreistanzen für Frauen - dann waren verschiedene lettische Gruppen in der Nähe mit Tanzen und Singen.Besuch hatten wir von lieben Freunden und haben auch Besuche gemacht in der Schweiz, Württemberg und Würzburg. Bin sogar ins Kino, sehr hat mir der Film über Vermeer gefallen: "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Einige Wochenbesuche waren auch dabei, ein wenig darf ich nämlich verdienen, ohne Steuer und Krankenkasse zahlen zu müssen!
Ja - und dann die Lettlandfahrten - vier waren`s heuer - im Mai mit Günther und Auto, ging alles gut, aber es ist schon eine weite Strecke, 1600 km. Wir haben bei Warschau übernachtet, da sieht man viel mehr von der Reisestrecke und ich mag den Weg gerne. Mit Tante Maija fuhr ich im August mit dem Bus. Jetzt gibt es ja billige Flüge für 50   - aber halt von wo?!
Meiner Mutter geht es - ich wiederhole mich nun schon seit vielen Jahren - im Prinzip wie immer, ihre Sehkraft läßt nach, sie fühlt sich auch nicht wohl (Schwindel und Schwäche), aber sie kommt mit ihren 92 Jahren noch allein zurecht, wofür ich sie bewundern muß. Es kommt eine Bekannte zum Helfen und sie hat auch nette Nachbarn. Sie lebt ja im Krankenhausgelände, das 80 km von Riga weg ist. Mit meinem Rigaer Twingo fahre ich dann hin. In unserer Wohnung in Riga bin ich arg gerne, sie ist ein Gegenpol zum Vilshof: mitten im Großstadttrubel, kurze Wegstrecken zu Fuß in die Oper, zum Theater und zu Ausstellungen.
In Norwegen waren Günther und ich auch eine Woche, weil Astrid, Tiffy und Linus in Otta sind, das liegt 300 km nördlich von Oslo. Es hat uns sehr gefallen, aber das bergige ist nix für mich, ich bin ein Meermensch.
Günther und ich können und gar nicht mehr vorstellen, noch zu arbeiten, denn dafür haben wir überhaupt keine Zeit! Günther war sehr viel im Wald und hat Holz gemacht. Es ist nicht so einfach, weil es am Berg ist und man schlecht hinfahren kann. In seiner "Freizeit" fährt er gern Rad, auch jetzt noch, wenn`s nicht gerade stürmt und regnet oder schneit.

Auf dem Vilshof leben jetzt 14 Leute in - das betone ich immer - 5 Küchen = 5 Haushalten: ich finde, daß trägt sehr zum guten Zusammenleben bei! Mit den Enkeln, am Vilshof sind 6, haben wir unseren Spaß.

Lisbeth hat heuer ihren 70sten gefeiert und wir haben Sie für eine Woche nach Oberstdorf gefahren, wo sie alte Bekannte und Plätze aufgesucht hat. Sie läuft viel draußen herum, pflegt die Nachmittagskaffeekultur und kümmert sich um das allwöchentliche Saunavergnügen.
Immer wieder bekommt sie auch Besuch von den Kindern, die ihre Koch- und Backkünste und die Süßigkeiten ihres Kühlschranks schätzen.

 

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2003

 

Hab heuer ganz wenige Briefe geschrieben - man ruft sich öfters an und hin und wieder ein email - aber ein Weihnachtsbrief muß doch sein, das mache ich statt Plätzchen backen!

Dieses Jahr habe ich zusammen mit meiner Mutter in Lettland erwartet.
Im Mai fuhren Günther und ich dann mit unserem Renault nach Lettland, haben dort den 91. Geburtstag meiner Mutter gefeiert. Sie hält sich - wie die ganzen Jahre - sehr tapfer, obwohl es ihr gesundheitlich nicht gut geht.
Im Juli war ich dann wieder in Riga zu unserem wunderbaren Sänger- und Tanzfest, das übrigens heuer von der Unesco in die Liste der europäischen Kulturgüter aufgenommen wurde.
Und eben - vor einer Woche - kam ich wieder aus Lettland, war fast 4 Wochen dort und pendelte zwischen meiner Mutter, die 80 km von Riga wohnt, und Riga hin und her, weil in Riga viel los ist - Oper, Konzerte, Ausstellungen.
Im Mai 2004 wird Lettland ja auch in die EU aufgenommen, es hat sich mächtig entwickelt. Ja, und an der Fußball-EM in Portugal wird`s auch teilnehmen!
Als Nichtarbeitende kann ich ohne Zeitdruck reisen, was mir sehr viel Spaß macht - es lebt sich auch ohne Hebammerei.
Mit Tante Maija war ich 6 Tage in Dresden, prächtig ist alles wieder hergestellt, Klasssentreffen in Köln und mit Günther kurz in Zürich.

Günther ist nun so richtig häuslich geworden und trauert seiner Arbeit überhaupt nicht nach. Ich weiß gar nimmer, wie es war, als er noch fort arbeiten ging - es wird nun auch schon ein Jahr.
Daheim gibt es außer Kinderhüten (mittlerweile gibt es 6 Enkel) sooo viel zu tun, Langeweile kann nicht aufkommen und das hält einen nicht nur in Trab, sondern - meine ich - auch jung.
Außerdem haben wir das Radlfahren entdeckt - ringsherum gibt es wunderbare Radwege und im Sommer sind wir fast jeden Tag eine Stunde geradelt.
Wir sind jetzt 13 Einwohner auf dem Vilshof: Günther und Jutta, Lisbeth, Christiane, Marita und Cris mit Wanda (9), Leo (5) und Rosalie (9 Monate), Maija und Stephan mit Lina (2) und Zoe (2 Monate).Aushäusig sind Astrid und Tiffy mit Linus (1) in Regendorf (20 km von hier) und Eri und Tobi in Nürnberg.

In Lisbeths Leben läuft es auch gut. Der Tagesablauf hat sich eingependelt mit viel Spazierengehen, auch mit unserem neuen Hausgenossen, der Schäferhündin Emma (9 Monate). Die Kinder schauen täglich zu Lisbeth, denn da gibt`s immer was Gutes.

 

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