Maija

Vilshof
D - 92287 Schmidmühlen
09474 - 910 225

 

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Maija

 

2014

Familiär gab es bei uns keine großen Veränderungen, wir sind nur ein Jahr älter und weiser geworden. Das Frühjahr war geprägt von Umbaumaßnahmen: wir haben das Haus an zwei Seiten drainiert, dabei den Garten neu angelegt, eine Kläranlage für die Häuser 1 und 2 gebaut und in der Folge hat Stephan noch ein Kompostklo, eine Idee, die uns seit fast 20 Jahren umtrieb, hinter der Scheune gebaut.

 

Ich habe angefangen, Schlagzeug zu spielen, bisher allerdings, mangels Zeit, noch ohne Unterricht. Julius (9) spielt seit Oktober Klarinette und übt bereits immer öfter freiwillig. Abwechselnd spielen Stephan und ich mit ihm, zu zweit macht's halt doch mehr Spaß. Lina (13) hat im November ein weiteres Musikabzeichen erfolgreich abgelegt und darf nun bei den „Großen“ mitspielen, das erste Mal gleich beim Weihnachtskonzert am 26.12. Zoe (11) wird sich im Frühjahr an ihre erste Musikprüfung wagen, sie hat einen ziemlichen Motivationsschub im laufenden Jahr gehabt.

 

Stephan läuft und radelt immer noch viel und gerne. Er ist dieses Jahr sogar seinen ersten „offiziellen“ Marathon gelaufen, also mit Startnummer und Urkunde! Ich habe das Laufen zuletzt ziemlich eingeschränkt, war heute aber wieder mal unterwegs, weil „nicht laufen ist auch keine Lösung“. Lina boxt seit August, sie geht 2 – 3 Mal pro Woche ins Training und ist immer richtig ausgeglichen und fröhlich, wenn sie danach heimkommt. Zoe ist weiterhin bei der Leichtathletik aktiv und Julius spielt immer noch Fußball, mittlerweile in der E-Jugend.

Zoe ist seit September auf der Realschule und gestern war Elternsprechtag, wo ich dieses mal als „gute Mutter“ hingegangen bin und (fast) nur Gutes über sie hören durfte. Julius ist jetzt in der 3. Klasse, die aus Schülermangel mit der 2. fusioniert ist, was ihm aber ganz gut gefällt. Lina geht in die 8. und hat den sozialwissenschaftlichen Zweig gewählt, sie hat – wie auch die anderen beiden – viel Freude an und in der Schule.

 

Stephan arbeitet immer noch im Möbelum in Regensburg und ich bin bei Cris und helfe ihm mit seinen Projekten. Langweilig ist's uns jedenfalls nicht und wir freuen uns, dass es uns gut geht und wenn mal nicht, dass wir unsere Beschwerden recht schnell in den Griff kriegen.

 

Ich mag derzeit nicht so viel schreiben, weil eigentlich schon alles ausgedrückt worden ist (nur noch nicht von jedem). Das Jahr 2014 scheint ja allgemein als "nicht so toll" in die Geschichte einzugehen. Ist es naiv oder ignorant, sich dieser herrschenden Meinung nicht anzuschließen?

 

Denn wie gewohnt antizyklisch geht es uns gut, wir sind zufrieden und haben Freude an den kleinen Dingen, die unser Leben bereichern. Wir lassen uns aber auch nicht Angst machen vor Unbekanntem, sind offen, neugierig und freundlich und versuchen, dadurch keine Gelegenheit zu verpassen, bei der wir staunen und lernen können.

 

Meine guten Vorsätze für 2015:

  • mehrere Personen in meinem Umfeld haben mir in letzter Zeit erzählt, dass ich ja auch an der Bienenhaltung interessiert sei und bald mit dem Imkern anfangen werde. Soviel Zuspruch und Vertrauen ehrt mich, also warum nicht?
  • an den ganz heissen Tagen gut zur nachhaltigen Abkühlung: zuerst 10 Minuten laufen und dann durch Brennesseln an Wildtränken in die sparsam temperierte Vils steigen, in 25 Minuten kann man bis zu unserem Steg schwimmen, wobei auf den letzten Metern Hände und Füße zunehmend gefühllos werden
  • was lernen, das Hand und Fuß hat und endlich Schlagzeugunterricht nehmen
  • noch mehr Thymian pflanzen und sich auch an Goji-Beeren und Sanddorn versuchen
  • jedes neue Jahr aktuell: das Design dieser Seite - neue Farben wären gut...

 

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2013

Julius ist seit September in der 2. Klasse und spielt seit ein paar Wochen Fußball im Verein.
Zoe geht in die 4. Klasse und nutzt zunehmend das Zeitschriftenangebot („Bravo“) in der lokalen Bücherei.
Lina besucht die 7. Klasse am Gymnasium und spielt in diversen musikalischen Ensembles Trompete.

Maija arbeitet immer noch bei Cris, versorgt die Familie und die Hühner, spielt in ihrer Freizeit Posaune, liest Bücher und klöppelt.

Stephan arbeitet mittlerweile im 8. Jahr im „möbelum“ in Regensburg, läuft und radelt zum Ausgleich und baut und renoviert immer wieder einzelne Sektionen am Hof. Heuer entstand so ein neuer Raum in der Scheune, der für laute Schlagzeuggeräusche Möglichkeiten bietet.

 

Späteiszeit: Frühjahr 2013

Jetzt schneit's wieder und ich bin doch überrascht, wie zäh sich der Winter dieses Jahr hält. Die Ski habe ich vor Fasching allerdings schon wieder verräumt, dazu wird es dann wohl doch nicht mehr kommen.

 

Bin zurück von einer fantastischen Woche mit wunderbaren Menschen: durfte ich doch wieder mit dem Bezirksorchester der Oberpfalz proben und ein Abschlußkonzert spielen. Eine heterogene Gruppe von über 60 Musikern traf sich am Faschingsdienstag und ließ sich zum Orchester formen.

Wie Eisenspäne im Magnetfeld haben auch wir uns gesammelt, sortiert, gedreht und eingeordnet, um gemeinsam Musik zu spielen. Als Master of Ceremony fungierte dabei, wie schon in den beiden Jahren zuvor, Tobias, der mit unerschütterlicher Geduld und Phantasie Strukturen vermittelte. Da wurden nicht mehr nur Geräusche produziert, sondern Rollen und Emotionen musikalisch wiedergegeben.

 

Soviel zur musikalischen Arbeit, neben den Proben blieb aber natürlich noch genügend Zeit für Gespräche und Beobachtungen. Und wenn die Zeit zu kurz schien, blieb man halt einfach ein bißchen länger auf, um dem Spaß kein Ende setzen zu müssen. Dabei konnte ich die Entdeckung machen, dass zu wenig Schlaf durch Frühsport wunderbar kompensiert werden kann, mäßiger Alkoholgenuß vorrausgesetzt. So war ich während der gesamten Zeit richtig fit und habe diesmal wirklich einiges mitbekommen - in vielerlei Hinsicht. Sowohl musikalisch auch als menschlich durfte ich Neues erfahren und meine momentane Gemütsverfassung begründet sich zum guten Teil auf die positiven, überraschenden und tiefen Eindrücke, die ich von anderen und auch mir gewinnen konnte. Im Augenblick geht's mir jedenfalls richtig gut und ich bin voller Achtsamkeit, Liebe und Geduld meiner Umwelt gegenüber. Dies mag manche emotionale "Entgleisung" erklären, die ich mir derzeit zugestehe...

 

Ein weiterer Baustein für zukünftige Lebensführung war der überaus unterhaltsame Workshop bei Malte Burba. Nachdem ich schon einige Wochen vorher erste Erfahrungen mit Meditation sammeln durfte, wurden mir hier weitere Seiten der Körperarbeit präsentiert: erste Schritte auf dem Pfad der Erleuchtung sind getan.

 

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Winter 2012/2013

Sonnenschein und kalt, wie sich's gehört für einen anständigen Dezember. Über den bislang gefallenen Schnee freuen sich nicht nur die Solar-Panels, die jetzt sauber und gut gekühlt Höchstleistungen bringen, sondern auch die Kinder und Erwachsenen wegen lokaler Wintersportmöglichkeiten. Vermutlich wird die Pracht dieses Wochenende ein Ende finden, aber immerhin haben wir die bisherige Zeit gut genutzt.

 

Maritas Gockel ist gestorben und das Huhn wurde umgesiedelt zu den anderen, damit es nicht alleine frieren muss. An der Kletterwand ist's mittlerweile sehr kalt geworden, die Kinder nutzen die Matratzen noch ab und an zum Salto und Bauchplatscher üben, aber für die Finger sind die Griffe schon sehr unangenehm und mit Handschuhen klettern mag hier noch niemand.

 

Die Vorweihnachtszeit konnte ich sinnvoll nutzen mit der Anfertigung von mehr als 10 neuen geklöppelten Weihnachststernen. Auch Plätzchen wurden einmal gebacken, die Kinder sind mittlerweile schon so groß, dass sie fast alles alleine gemacht haben, inklusive aufessen. Dafür habe ich wieder eine gute Menge an Lebkuchen gebacken, wovon sogar noch über die Hälfte da sind. Es besteht die also Hoffnung, dass wir auch an Weihnachten noch ein paar haben.

 

Reisen in diesem Jahr führten uns nach Berlin und Prag, außerdem haben wir das Legoland und Tripstrill besucht und jedesmal das ideale Freizeitparkwetter erwischt: bei Regen, Wind und Kälte mussten wir so gut wie nie anstehen.

 

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2012

Ach ja, die Geschenke: Ich habe schon alles und bin ein bißchen stolz darauf, nichts davon bei Amazon gekauft zu haben. Heuer habe ich den lokalen Einzelhandel unterstützt und mich bei den regionalen Buch- und Spielzeugläden wieder so richtig beliebt gemacht.

 

Mein Ausblick auf's neue Jahr: erstmal ein paar Wochen lohnarbeitsfrei nehmen und ganz viel Posaune spielen, damit ich mit gutem Gewissen zur Probenwoche des Bezirksorchesters gleich nach Fasching fahren kann. Im Sommer wollen wir ein paar Kurztrips zu Freunden und Verwandten in Süddeutschland unternehmen, auf jeden Fall nichts, wozu es einen Flughafen braucht.

 

Herbst 2012

In dieser Zeit des wechselnden Lichts darf man das eigene Leben distanzierter sehen und die Wichtigkeit der alltäglichen Beschäftigungen neu beurteilen: der halbjährige Fensterputz steht an, besonders schmutzig sind die Fensterbretter, was offensichtlich mit bewohnten Spinnennetzen zusammenhängt. Insekteneigene Stoffwechselprodukte beflecken die Alubleche unschön.

 

Im aktuellen Lebensabschnitt fordern immer wieder neue Angelegenheiten meine Aufmerksamkeit, zum Beipiel die Hausaufgaben meines Jüngsten, der als Schulanfänger den pädagogischen Wert dieses Zeitvertreibs freilich noch nicht würdigen kann.


Endlich will ich auch Schlagzeug lernen und damit den geistigen Verfall verzögern. Entkoppelung der Gliedmaßen und deren kontrollierte Bewegung ist bestimmt auch im unmusikalischen Alltag nicht zu verachten.
Der Zweckverband Musikversorgung bereitet sich auf den Winter vor: etliche Orte werden von unserem Erscheinen profitieren und die zufällig anwesenden Besucher werden staunen, was es bei uns zu hören gibt.

 

Die Kletterwand ist fertig und jetzt hab ich Tennisarm, der erst ausheilen muss. Aber die Kinder sind natürlich mit Begeisterung bei der Sache. Vielen Dank an dieser Stelle an Stefan und Sebastian, die ihre wertvolle Freizeit hier schraubend verbracht haben, damit wir was in Händen halten können.

 

Heute ist der Tag, an dem ich wieder mit dem Laufen anfange. Nachdem ich Born to run gelesen habe, will ich eigentlich auch weiter laufen, aber das braucht halt so viel Zeit. Stephan nimmt sie sich und ist dieses Jahr 3 Landkreisläufe durchgelaufen und hat die große Runde Jurasteig in 3 Tagen beendet.

 

Natürlich ist das zum Großteil mein Verdienst, weil ich ihn mit so hochwertiger Sportlernahrung versorge. Ich mach mich jetzt deswegen auf den Weg, muss nämlich noch ein Reh für den Mittagstisch zu Tode hetzen ;-)

Dezember 2012

Die sogenannte staade Zeit ist herangerückt und hat viele von uns zunächst in den Krankenstand versetzt. Aber weil die Zeit staad ist, dürfen wir uns ebenso verhalten und können alle Krankheiten daheim aussitzen.

 

Natürlich ist überall viel los, aber ich muß ja nicht immer dabei sein. Julius war 3 Tage krank und schlafend im Bett gelegen und ist jetzt schon wieder ganz schön frech. Hoffentlich wird dieser Tage nicht die Anlage zum kranken Mann in ihm geweckt...

 

Neben meiner Arbeit bei Cris und sprachkurse-weltweit bleibt auch mir Zeit für ein bisschen Sport, hauptsächlich Laufen. Neben dem Engagement in der Blaskapelle bin ich heuer bei der Big Band von Linas Schule und einem Salonorchester, einem „Ehemaligen“-Orchester, in das Astrid mich eingeschleust hat.

 

Meine jährliche Familienfreizeit verbrachte ich wieder „auf Kur“ mit dem Bezirksorchester. Am Samstag war Probentag für die Phase 2013, für die ich glücklicherweise wieder einen Platz ergattert habe. Schön, dass ich mit der Musik was Ausbaufähiges gefunden habe, das bestens geeignet ist, das Altern angenehm zu gestalten.

 

Unser jährlicher Familienausflug hat uns heuer nach Berlin geführt, wo wir vieles „in Echt“ gesehen haben, von dem ansonsten nur die Rede ist.

 

Während des Jahres bekamen wir viel Besuch aus fast allen Kontinenten (Afrika fehlt bisher noch) von Menschen, die uns bei der Nahrungsmittelgewinnung und -verarbeitung geholfen haben.

 

Julius geht seit September in die Schule und kann schon fast alles lesen – wenn er mag. Er malt sehr detailliert (bevorzugt Monster und Schlachtszenen), baut Lego und klettert gerne. Seit Sommer haben wir nämlich eine Kletterwand, die derzeit leider aufgrund der kalten Griffe nicht so frequentiert wird.

 

Zoe macht als echtes Sandwich-Kind mal hier und da mit, ist aber auch sehr gerne alleine - dann verrückt sie die Möbel in ihrem Zimmer oder entdeckt untersuchenswerte Naturerscheinungen.

 

Lina geht bereits das zweite Jahr im Gymnasium, mit Freude und zunehmend entspannter. Sie interessiert sich für Musik (aktiv: Trompete in Blaskapelle und Big Band) und Sport (aktiv: Schwimmen und Leichtathletik), daneben liest sie viel - am liebsten gruselige Geschichten.

 

Stephan ist dieses Jahr zum Langstreckenläufer mutiert. Letztes Jahr zu Weihnachten bekam er von mir ein Buch über Ultraläufer und hat sich davon inspirieren lassen, auch mal etwas weiter unterwegs zu sein. Einmal war er drei Tage weg und ist währenddessen 230 km weit gelaufen. Stephan arbeitet immer noch mit Freude im möbelum in Regensburg, dorthin läuft er aber nicht so oft, sondern nimmt wenn möglich das Rad.

 

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2011


Unser Jahr bestand aus viel Musik und Bewegung. Wir teilen uns das gut ein: Stephan bewegt sich mehr, ich spiele öfter. Aber gelegentlich betreiben wir beides auch gemeinsam. Unsere Kinder verhalten sich auch noch weitgehend harmonisch: Zoe spielt seit September Trompete, Lina ist ins Gymnasium gekommen, wo sie sich tapfer schlägt und Julius genießt noch ein zurückgestelltes Jahr im Kindergarten und zuhause.

WWOOFer hatten wir einige übers Jahr und so wurden auch wieder ein paar Verschönerungen am Hof vorgenommen. Die Hühner legen gut und wir haben ein erstes Huhn aus eigener Aufzucht.

Ich arbeite bei Cris und sprachkurse-weltweit, was mir viel Spaß macht. Nebenbei bin ich mittlerweile musikalisch recht aktiv, nachdem sich zu Jahresbeginn eine Erwachsenenbläserklasse in Schmidmühlen gegründet hat. Wir sind über 20 Personen und haben schon mehrere erfolgreiche Auftritte hinter uns, bei denen wir am liebsten Rockmusik spielen. Weihnachtslieder haben wir aber auch im Repertoire, wie ein Zuhörer auf einem Weihnachtsmarkt letzte Woche erstaunt bemerkte. Im Frühsommer durfte ich beim Bezirksorchester mitspielen, wofür ich mir eigens eine schöne alte Bassposaune zugelegt haben.

Stephan läuft, radelt und schwimmt ausdauernd. Er ist bei zahlreichen Läufen angetreten und war auch immer gut mit dabei. Am öftesten trainiert er auf dem Weg zur Arbeit: ganz mit dem Rad oder ein Teilstück laufen oder auch schon mal komplett laufen (> 30 km!).

 

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2010

Es schneit wieder und wir sind alle immer noch freudig aufgeregt ob des vielen Schnees, auch wenn wir große Bruchschäden in einem monokulturell besetzten Waldstück haben. Gerade habe ich mir ein bißchen Frischluft verordnet und bin draußen Ski gelaufen. Mein Kauf des Jahres waren die Langlaufski, die ich mir Ende Januar zugelegt habe. Damals hatte es so viel Schnee, daß man nicht mehr richtig laufen konnte, mit Ski wars aber ganz toll. Ich war fast nur im Wald unterwegs, manchmal auch auf den Wiesen.


Heuer wird's wohl nichts mit beschaulichen Touren im Wald, weil da doch viel kreuz und quer liegt, zumindest derzeit noch. Vielleicht toben sich ja manche Waldbesitzerfamilienväter in ihrem Weihnachtsurlaub dort aus und räumen die Wege wieder frei von abgebrochenen und umgedrückten Bäumen.


Immerhin kann man ganz großartig über die Wiesen und Felder fahren, unsere Tallage bringt es so mit sich, daß auch hier den Distanzen keine Grenzen gesetzt sind. Besonders mag ich die Stimmung, wenn es diesig ist oder die Brille anläuft, denn verschwinden alle Schatten und Konturen um einen herum und man nimmt sich nur noch in seiner Bewegung wahr.

 

Meine Arbeit www.sprachkurse-weltweit.de ist mir heuer sehr ans Herz gewachsen und darüber habe ich leider viele andere Dinge vernachlässigt: ich war selten sportlich unterwegs. Dafür habe ich aber mit dem Klettern angefangen, nachdem mich meine Schwägerin mit ihrer Freundin mal mitgenommen haben. In Sichtweite unseres Hauses ist nämlich ein Felsen mit ein paar Routen, in Fahrraddistanz liegen viele weitere und wenn man sich ins Auto setzt, kann man in einer halben Stunde zahlreiche abwechslungsreiche Klettergebiete erreichen. Im Oktober schließlich habe ich dann meinen ersten Vorstieg geschafft und profitiere immer noch vom Bezwingen der Angst.

 

Die Kinder ließen sich von meiner Kletterbegeisterung anstecken und im späten Herbst haben wir beschlossen, uns selbst eine Boulder- und Kletterwand zu bauen. Die ist aber noch nicht fertig, schließlich muß man ja auch etwas Großes für nächstes Jahr übrig lassen.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich, weil ein Signal, daß ich was schaffen kann, wenn ich nur will: meinen langjährigen Neujahrsvorsatz, endlich einmal unsere Homepage zu aktualisieren, konnte ich heuer schließlich wahr machen. Seitdem habe ich sogar ein paar mal neue Bilder eingestellt und die Texte verändert, ich bin also richtig gut am pflegen! Wer also nicht nur an Weihnachten was über mich/uns erfahren möchte, der darf gerne unterm Jahr ab und an einen Blick darauf werfen.

 

Ausflüge und Reisen waren heuer nicht so angesagt, im Januar immerhin war ich fast eine Woche lang in Berlin bei meiner Freundin. Wir waren abends mal in einer Disko und haben wild getanzt (!), tagsüber war ich shoppen (!!) und habe wirklich eine tolle Zeit verbracht. Nach einem Besuch des Museums der Charite war ich von der Kunst und Ästhetik der medizinischen Präparate so beeindruckt, daß ich mich als Körperspenderin registrieren ließ. So habe ich die Hoffnung, daß angehende Mediziner an mir nach meinem Tod was nützliches lernen können.

 

Gartenbaulich habe ich etwas reduziert und bin mit den Beeten näher ans Haus und zu den Wasserspeichern gerückt. Wir hatten heuer viele WWOOFer, die allesamt großes geleistet haben. So haben wir einige neue Beete und Pflanzstreifen gewonnen. Tomaten, Pfirsiche, Zucchini und Gurken waren heuer sehr gut, auch einige Kräuter sind gut gewachsen, vor allem der Salbei hat sich gut über den Winter gerettet. Mal schaun, wieviel Energie ich oder die hoffentlich zahlreichen WWOOFer nächstes Jahr für die Hof-Verschönerung aufbringen können.

 

Im Frühsommer hatte ich mich im Theater Regensburg als Ankleiderin beworben und mußte leider nach einem Bewerbungsgespräch feststellen, daß das (momentan noch) nichts für mich ist. Gerade Abends ist man dann gefordert, im ungünstigsten Fall dann zwei Wochen lang am Stück und das ist mit jungen Kindern und deren abendlichem Anspruch einfach nicht vereinbar. Schweren Herzens habe ich dann abgesagt. Nächstes Jahr wird dort ein neuer Intendant bestellt und da wollte ich eigentlich schon mal einen Fuß in der Tür haben...

 

So mußte ich meine kulturellen Ambitionen anderweitig weiterverfolgen: mit Cris, meinem Schwager, übte ich viel Blasmusik-Duette ein und wir benutzten Menschenansammlungen als Auditorium. Mit viel Spielfreude und abwechslungsreichem Repertoire dilettierierten wir auf Weihnachtsmärkten, Geburtstagsfeiern und Sportveranstaltungen. Das Leben ist eine offene Bühne und man muß sich dort nur in Szene setzen. Musikalisch ist derzeit einiges im Gange, große Projekte kündigen sich hier an, Ihr dürft also gespannt sein, was ich im nächsten Weihnachtsbrief darüber berichten kann - Zwischenstände können beizeiten auf der Homepage abgerufen werden.

 

Im Herbst sind neue Bewohner bei uns eingezogen und haben einen Hauch Landwirtschaft mitgebracht: wir haben nun 7 Hühner und einen Hahn, täglich beglücken sie uns mit Eiern und fressen die Küchenabfälle (keine Left-overs mehr für mich!). Sie haben einen großen Auslauf, den wir (Stephan und ich) zusammen gebaut haben; das war auch wieder mal eine schöne Erfahrung, gemeinsam was zu schaffen. Ich möchte ja gerne noch mehr Hühner haben (deshalb auch der Gockel), gerne hätte ich auch Pfauen. Die Arbeit hält sich mit den Hühnern in Grenzen, jeden Tag füttern und die Eier rausnehmen, einmal in der Woche ausmisten - das ist alles!

 

Über uns: Zoe ist heuer in die Schule gekommen und so allmählich findet sie Zugang zum Lesen. Lina ist mittlerweile in der 4. Klasse und schwankt noch, ob sie sich anstrengen soll, um auf's Gymnasium zu kommen. Sie spielt weiterhin Trompete, geht mit Zoe zum Schwimmen und betreibt wie Zoe und Julius Leichtathletik. Julius hat heuer Radfahren gelernt und viel Freude daran, nächstes Frühjahr versuchen wir ihn in einen Schwimmkurs zu bekommen, damit er im Sommer keinen Schwimmgurt mehr braucht.

 

Stephan ist wieder viel Rad gefahren und gelaufen und hat bei seinem ersten Triathlon teilgenommen. Er hat auch ein paar schöne Preise mit heimgebracht, zum Beispiel Bier, Nudeln und Brot. Außerdem hat er einen Hühnerstall samt großem Auslauf gebaut, wo im Oktober unsere ersten Hühner eingezogen sind. Seitdem ist der Kühlschrank fast immer voller Eier und die sind ja wirklich vielseitig in ihrer Verwendung!

 

Ich habe recht viel gearbeitet (www.sprachkurse-weltweit.de) in diesem Jahr und leider ist der Sport dabei zu kurz gekommen, immerhin habe ich es aber geschafft, mit dem Klettern anzufangen und im Oktober war es dann soweit, daß ich meinen ersten Vorstieg machen durfte. Natürlich spiele ich auch noch Posaune, Cris und ich haben schon ein beachtliches Repertoire von Bach bis Nirvana, das wir bei allen sich bietenden Gelegenheiten (Sportveranstaltungen, Geburtstage, Weihnachtsmärkte) zum Besten geben.

 

Ein großer Erfolg für mich: meinen langjährigen Neujahrsvorsatz, endlich einmal unsere Homepage zu aktualisieren, konnte ich heuer schließlich wahr machen. Seitdem habe ich sogar ein paar mal neue Bilder eingestellt und die Texte verändert, ich bin also richtig gut am pflegen! Wer also nicht nur an Weihnachten was über mich/uns erfahren möchte, der darf gerne unterm Jahr ab und an einen Blick darauf werfen.

 

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2009

Lina spielt Trompete, Julius Verstecken und Fangen mit Cousin Finn. Zoe hat einen Rucksack gepackt, weil sie heute Nacht bei Linus übernachten will. Es dämmert, gerade ist ein Radler vorbeigefahren. Stephan hat heute Weihnachtsfeier mit seiner Firma, morgen kommt der Nikolaus zu uns und den Kindern.

Vorhin habe ich draußen noch Salbei, Rosmarin und Wein eingepackt, weil es allmählich doch kälter wird und bei diesen Pflanzen immerhin die Chance auf Überwintern besteht. Ansonsten schaut`s noch recht wild im Garten aus: ich lasse ja immer alles stehen bis zum Frühjahr, weil ich dann mehr Lust auf Gartenarbeit habe und außerdem glaube, daß es für den Boden besser ist.

 

Lina hat heuer mit Musikunterricht angefangen, wir wollten sie immer von Posaune überzeugen, weil uns das Instrument so gut gefällt. Sie widerstand uns aber und so spielt sie jetzt Trompete. Die Überzeugungsarbeit hat dafür mich mürbe gemacht und so habe ich beschlossen, Posaune zu lernen, gemeinsam mit Lina und 8 weiteren Kindern. Musik machen, egal in welcher Besetzung, ist mir schon eine große Freude. Die hofeigene Blaskapelle um Tenorhorn-Cris, Klarinetten-Wanda, Saxofon-Leo und mich spielt derzeit fleißig Weihnachtslieder, weil die auch für erwachsene Anfänger spielbar sind.

 

Lina liest, Zoe malt, Julius macht überall mit. Alle drei sind jetzt im Leichtathletik-Verein in Burglengenfeld und damit sich der Fahrdienst lohnt, sind Rosi und Janis auch dabei. Derzeit lernt Zoe das Schwimmen in einem Kurs der Wasserwacht. Viel Fahrerei ist das schon, glücklicherweise können wir im Familienkreis ja alle miteinander reden und uns dabei viel aushelfen.

 

Stephan ist wieder viel Rad gefahren, hat viel in der Werkstatt mit und für die Kinder gebastelt und unter anderem mit Papa das Vordach erneuert. Im Zug unserer Dämmungsarbeiten vor ein paar Jahren kamen neue Wände hin und jetzt haben wir einen neuen Lärchenboden anstatt vorheriger Betonplatten. Außerdem liegen der originale Kalkstein-Türstock und die Bruchsteinmauer jetzt frei, erfreuen uns durch ihren Anblick und machen Lust auf weitere Restaurierungsarbeiten an Haus und Hof.

 

Langweilig wirds uns jedenfalls nicht, wenn wir jetzt noch unsere Gesundheit erhalten können, dann stehen uns weiterhin großartige Zeiten ins Haus.

 

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2008

Heute ist es kalt draußen, der Himmel scheint blau durch und lockt mich, später einen Spaziergang in den verschneiten Wald oder mit der Milchkanne entlang der Vils zur Milchkammer unseres Nachbarn zu machen.


Weil ich wegen der lieben Kinderschar einen guten Grund habe, nicht auswärts arbeiten zu gehen, wandelt sich mein Stundenplan beständig: neben den "vegetativen" Aufgaben der Nahrungszubereitung, Haus- , Kleidungs- und Körperhygiene, Hausaufgabenkontrolle und Kinderunterhaltung kann ich zunehmend Zeit für mich gewinnen, die ich derzeit mit Lesen, Klöppeln, Sport und Spiel ausfüllen darf.

 

Gelesen habe ich das ganze Jahr ziemlich viel, weil mir das ein echter Genuß ist: im Sommer im schattigen Liegestuhl zwischen Sandkasten und Badewannen und sowieso immer abends im Bett.


Im Theater waren wir heuer schon drei Mal, einmal gehe ich noch mit den Kindern und, weil ich mir ein Abo für das Regensburger Stadttheater zugelegt habe, gleich im Januar wieder zu zwei Vorstellungen.

 

Seit einiger Zeit treibe ich regelmäßig Sport, ursprünglich wollte ich nur mal eine Stunde täglich für mich alleine haben, was aber mit auf dem Sofa sitzen und lesen nicht funktioniert: sowas wird als Auszeit von den Kindern nicht respektiert. Deswegen laufe ich halt oder fahre Rad. Wir haben uns eine Rolle von Stephan`s Schwester ausgeliehen, wo man das Rennrad draufstellen und im Zimmer radeln kann (mit beschwingter Musik), das macht ziemlich viel Spaß und ist auch bei schlechtem Wetter und fehlendem Betreuungsangebot (wenn meine Eltern beide nicht da sind) möglich.

 

Dieses Jahr konnten wir sehr gut genießen, keine Baustellen oder Krankheiten haben uns dabei belastet. Das Auto ist nicht kaputt gegangen, dafür eins von Stephans Rädern. Vielfahrer ist er geworden, ab März immer öfter in die Arbeit nach Regensburg geradelt, dann war er auch dreimal mehrere Tage unterwegs, zweimal davon entlang der Alpenkette zwischen Chiemsee und Kempten, das andere Mal durch den Bayerischen Wald über Passau und Cham.

 

Überhaupt sind wir bislang überzeugten zu-Hause-Bleiber dieses Jahr ganz gut fortgekommen:

Mein letztjähriger Vorsatz für dieses Jahr war, mal nach Riga zu fahren und im Mai war es dann soweit: wir flogen gemeinsam in die lettische Hauptstadt, der ich mich doch solange verweigert hatte. Wir ließen uns von Stadt und Land begeistern, haben etliche Verwandte und Bekannte wieder getroffen, feinen Lachs gegessen und dazu Sekt getrunken und es richtig genossen, mal wieder fremde Eindrücke aufzunehmen und mitten in einer lärmigen Stadt zu wohnen.

 

Mir hat es sogar so gut gefallen, daß ich im September bei meiner Familienfreizeit (also Zeit frei von Familie, vulgo: alleine) nochmal hin bin. Zuerst bin ich nach Berlin - ganz und gar hauptstädtisch eben, ich habe auch den sehr sehenswerten BundesReichstag besucht und habe ganz viel Zeit in Buchhandlungen und Antiquariaten verbracht, um die Neuerscheinungen der letzten Jahre zu sichten. Dann bin ich mit meiner Freundin Andrea weiter nach Riga und wir haben ein paar Tage am Strand verbracht, wo ich - vilswassergewöhnt - jeden Tag in der Ostsee gebadet habe.

 

Die Mädels übernachteten ab und an bei ihrem Opa in Inkofen, Julius als Nesthaken wollen wir noch nicht aus dem Haus geben - deswegen kam er heuer auch noch nicht in den Kindergarten.

 

Lina ist jetzt in der zweiten Klasse, sie ist recht gut in der Schule und liest vor allem sehr gerne (derzeit Harry Potter). Einmal in der Woche geht sie zum Schwimmtraining der Wasserwacht, seit Oktober reitet sie.


Zoe besucht den Kindergarten und vielleicht kommt sie nächstes Jahr in die Schule. Sie hat ja erst im Oktober Geburtstag, deswegen lassen wir sie möglicherweise auch noch mal zurückstellen. Zoe ist eine große Tierfreundin, auch vor toten Tieren macht ihr Interesse und ihre Zuneigung keinen Halt: kleine Tiere wie Mäuse seziert sie, die Größeren würde sie gerne kochen und essen, wenn ich nicht Küchenchefin wäre. Große Lust auf Schule hat sie nicht, sie kann sich dagegen echt viel von Musik, Filmen und Hörspielen merken und tonfallgetreu wiedergeben.

 

Julius ist jetzt 3, darf noch bis zum Sommer dem Kindergarten fernbleiben. Er hat immer noch ungeschnittenes Haar und geht immer noch gerne mit seinem Opa raus und beide Hausmeistern, sie führen Hund und Katze spazieren oder fahren Buldog. Seit Oktober geht er auf`s Klo und bei jedem Päckchen Windeln, das ich kaufe, hoffe ich, daß es das letzte sein möge. Derzeit kommt er gegen 5 in unser Bett und fragt, ob er Schokolade vom Adventskalender kriegt.

 

Der Garten wurde auch heuer wieder erfolgreich bestellt: Schnecken gab`s zwar ab der ersten Salat- und Kohlrabiernte, aber trotzdem hatte ich viele Tomaten (gestern habe ich die letzten gegessen), sogar Neulinge wie Fenchel und Rosenkohl sind ertragreich gewachsen. Heuer hatten wir auch das erste Mal WWOOFer, (übersetzt etwa: freiwillige Helfer auf biologischen Höfen), die Projekte ausgeführt haben, die man sich selbst immer nur vornimmt, aber nie in die Realität umsetzt.

 

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2007

Stephan ist nunmehr seit einem Jahr glücklicher Möbelverkäufer. Er ist ab Mai sehr oft mit dem Rad in die Arbeit (>30km, gut für`s sportliche Ego) und konnte vorher während der heißen Bauphase oft freinehmen und hier mitarbeiten (gut für den Familienfrieden). Lina wurde heuer eingeschult, Zoe genießt das erste Lina-freie Kindergartenjahr und Julius bekommt gerade die landwirtschaftliche Prägung vom Großvater. Zu seinem 10.Geburtstag wird er nämlich einen Kaltblüter zum Holz rücken bekommen und alsdann für die Wärmegewinnung im Hauses Burkhardt zuständig sein. Aber soweit wollte ich eigentlich nicht vorgreifen.

 

Ich hatte ein sehr schönes Jahr, angefangen mit der Kur im Januar. Ich war drei Wochen im Allgäu auf Mutter-Kind-Kur ohne Kinder und es war sehr entspannend und lehrreich, lustig und sportlich. Ist schon unglaublich, wieviel Zeit man auf einmal hat, wenn der Haushalt und die Kinder wegfallen. Aber daß ich das im Single-Dasein nicht gemerkt habe, ist fast noch unglaublicher!

 

Wir haben dieses Jahr unser Haus fertig gedämmt und ihm ein neues Dach und Farbe verpaßt, seitdem wohnen wir richtig warm und ich muß nicht mehr wie letztes Jahr, schon in der Früh die Skiunterwäsche anziehen.


Ich war ja im Januar auf Kur im Allgäu, das war sehr schön und hat mir auch langfristig was gebracht: seitdem bin ich viel seltener und vor allem kürzer krank, ich ärgere mich nicht mehr so viel, aber dafür kann ich jetzt konstruktiver mit dem Mann und den Kindern schimpfen.

 

Von März bis Juni hatten wir dann Baustelle mit vielen netten und fähigen Handwerkern, jedenfalls sind wir mit dem Ergebnis immer noch sehr zufrieden.


Unseren gemeinsamen Jahresurlaub haben wir im Mai in Regensburg verbracht, wir sind zu Stephans Schwester geradelt und haben in ihrem Garten gezeltet.

 

Im Juni bin ich mit Zoe nach Berlin gefahren, habe dort eine wunderbare Woche verlebt und viele viele Bekannte wieder getroffen. Es war auch für Zoe sehr eindrucksvoll und immer wieder fragt sie mich, ob wir mal wieder "zum Berlin" fahren können. Dabei habe ich mir bereits versprochen, das nächste Mal alleine hin zu fahren.

 

Mit allen drei Kindern war ich im Juli auf einem Familientreffen in Württemberg - von meiner Großmutter väterlicherseits. Über 60 Leute waren da, darunter viele junge und Kinder und es hat viel Spaß gemacht.

 

Nach Riga habe ich es leider wieder nicht geschafft, vielleicht sollte ich diese Reise in die Liste der Neujahrsvorsätze aufnehmen.

 

Im September ist Lina in die Schule gekommen und es gefällt ihr immer noch gut und sie liest alles, was ihr vor die Augen kommt.


Zoe besucht den Kindergarten im 2.Jahr, Julius wird sie ab September wohl dann auch begleiten. Gerade ist er in der Küche, schält und ißt Mandarinen, ansonsten ist er sehr viel mit seinem Opa draußen und sie gehen mit Hund und Katz spazieren oder erledigen Arbeiten am Haus und Hof.

 

Ich habe während des Jahres wieder meine gartenbaulichen Experimente betrieben: Salat und damit den Kampf gegen Schnecken gab ich nach der ersten Salaternte auf, dafür hatte ich heuer viel Kohlrabi, Lauch, Tomaten und Paprika. Mal schauen, was nächstes Jahr aus der Erde kommt.

 

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2006

Wir wollten ja alles neu machen dieses Jahr - gerade eben hat der Fliesenleger seine Arbeit beendet und mit ein bißchen Glück kann unser Wassermann vor Weihnachten das Bad fertig anschließen.


Dach-, Dachgeschoß- und Außenarbeiten haben wir auf`s nächste Jahr verschoben, damit`s auch dann wieder was im Weihnachtsbrief darüber zu lesen und schreiben gibt. Heuer haben wir immerhin ein Wohn- und Schlafzimmer, Bad und WC im Obergeschoß geschafft, außerdem die 2 Fenster im OG komplett ausgetauscht, ein Treppenhaus gebaut und eine Photovoltaikanlage aufs Stadldach montieren lassen.

 

Die zwei großen Mädchen gehen jetzt beide in den Kindergarten und spielen auch zuhause gern und oft miteinander, sogar Julius darf manchmal mitmachen, wenn sie Godzilla brauchen, der die Lego/Playmobil/Barbie - Gesellschaft ein wenig aufmischt. Er läuft schon (ganz wichtig vor dem Wintereinfall) und ist ein sehr lieber Bub, immer gerne draußen beim Katzenplagen, Bulldogfahren und Wasserpritscheln. Lina war heuer auch in Riga, für nächstes Jahr nehme ich mir einen kompletten Familienausflug nach dorthin vor.


Ich werde das neue Jahr mit einer Mutter-Kindkur ohne Kinder im Allgäu beginnen, mit vielen Büchern, Schwimmsachen und dem Snowboard im Gepäck.

 

Außer dem Bau haben wir eigentlich nicht viel unternommen in diesem Jahr. Im Sommer halt ab und an Schwimmbad oder auf den Spielplatz, Lina (5) ist ein paar Mal schon mit ihrem hingefahren. Einmal waren wir im Steinbruch und haben Dinosaurier- Eier gesucht, die Lina dann zum Ausschlüpfen in einen Hamsterkäfig gelegt hat. Als sie dann erfuhr, daß es "nur" Steine sind, war sie schon enttäuscht - immerhin interessiert sie sich aber jetzt für die vielen "echten" toten Tiere in unserem neuen Bad, liegt dort doch lauter Kalkstein.

 

Zoe (3) hat ihren Cousin Linus (4) im Frühjahr an die Vils begleitet, er ist reingefallen ist und sie hat der ahnungslosen Familie Bescheid gegeben, die den Buben glücklicherweise retten konnte. Er war 6 Minuten lang im Wasser getrieben und schon ganz blaß-lila, als Stephan ihn gefunden und herausgezogen hat. Glücklicherweise konnte er sofort reanimiert werden, Notarzt und Hubschrauber waren auch gleich da und so hat er das Ganze nach einer Woche Intensivstation schadlos hinter sich gebracht. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn Zoe anders reagiert hätte ... Seitdem hat Glück für mich auch eine andere Bedeutung bekommen. Sooo viel braucht es nämlich dazu gar nicht: abends vollzählig und gesund ins Bett gehen können - da steckt schon sehr viel dahinter!

 

Julius (1) hat rechtzeitig vor dem Winter das Laufen gelernt. Er ist gerne draußen, jagt den Katzen hinterher und sucht den Traktor. Eins seiner ersten Wörter (nach Mama für mich, Papa für Stephan und Emma für die Oma, den Hund und mittlerweile alles Lebendige) war denn auch "Budo", was sich zwar japanisch anhört, julianisch aber tatsächlich den "Bulldog", die Urform des landwirtschaftlichen Traktors, bezeichnet.

 

Stephan hat sich nach 9 Jahren Zimmerei eine neue Arbeit gesucht und ist jetzt im Möbelum, einer ökologisch angehauchten Möbelkette, angestellt. Es gefällt ihm sehr gut und er muß morgens nicht mehr so früh weg und kann mit der lieben Familie frühstücken. Im Frühjahr hatte er einige Wochen ambulante Reha, weil er sich vor ein paar Jahren mal was an der Schulter getan hatte. Das ist nie richtig verheilt, wohl auch durch die ständige Belastung in der Arbeit und vor allem deswegen ist es auch gut für ihn, eine andere Arbeit zu haben.

 

Ich werde das neue Jahr im Allgäu beginnen, wo ich drei Wochen auf Mutter-Kind-Kur (ohne Kinder) hin darf. Ich freue mich schon sehr darauf, endlich mal wieder alleine zu sein, keineR da, der/die was von einem will. Viele Bücher, mein Snowboard und loser Tee werden mir dabei über schwermütige oder langweilige Zeiten hinweghelfen.

 

Heute nachmittag fahre ich mit den Kindern nach Regensburg und wir schauen uns ein bißchen Weihnachtsdeko und -trubel an. Außerdem wollen wir Stephan in seinem Geschäft besuchen, die Kinder freuen sich schon sehr darauf.

 

Nach diesem turbulenten Baujahr (ich denke, ich muß nicht ausführlicher werden, jedeR ehemalige BauherrIn weiß, was ich meine) möchte ich auf diese Weise wieder Kraft und Ruhe für die neuen Projekte sammeln, damit auch diese so schöne Ergebnisse bringen wie es bisher der Fall war. In diesem Sinn wünsche ich Euch allen für's neu Jahr Geduld und Humor, um auch die unerwarteten Aufgaben des Alltags zu würdigen und entsprechend zu bewältigen.

 

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2005

Was seit letztem Weihnachten passiert ist: Wir sind am 25. zu Stephans Familie gefahren, die wohnen ungefähr eine Autostunde von uns entfernt. An Sylvester waren wir abends an der Walhalla, mit Decke und Brotzeit. Stephan ist ein großer Feuerwerksfreund und hat die Akustik und Optik der heiligen Hallen für sein Spektakel zu nutzen gewußt.

 

An Stephans Geburtstag waren Bekannte da und es hat ein Weißwurstfrühstück gegeben, natürlich auch Bier und Brezen dazu. Und Kuchen und Tee und noch mehr Bier hinterher, möglicherweise haben wir den Exzess sogar bis zum Wein getrieben, aber das weiß ich heute nicht mehr so genau.

 

Dann hat es einmal einen ganzen Tag lang geschneit und es wurde ganz still. Wir hatten einen sportlichen Winter mit Langlaufen, Snowboarden und Laufen. Schlittschuhlaufen war dieses Jahr dagegen nicht so toll, aber vielleicht gibt`s ja heuer noch was, also eine zünftige Überschwemmung mit folgendem Temperatursturz. Dann kann man ziemlich weit fahren und fantastische Eis-Luft-Wasserstrukturen bewundern.

 

An meinem Geburtstag wollten wir zum essen gehen, aber dann hat`s geregnet und wir wollten eigentlich mit dem Radl fahren, aber doch nicht naß werden. Denn Essensgutschein haben wir heute noch.

 

Das Freibad wurde Ende Mai wieder geöffnet, da war ich dann sehr oft auf der Suche nach dem perfekten Armzug, bis es zwei Tage vor Julius Geburt wieder zugesperrt hat.

 

Im Mai haben wir auch eine neue Heizung bekommen: Heizmaterial kaufen wir jetzt nicht mehr, sondern machen es selber, nämlich Holz aus dem Wald. Gerade brüten wir über Umbauplänen und sind ziemlich verwirrt ob der großen Zahl an Möglichkeiten.

 

Ich bin sehr gespannt, was wir im Neuen Jahr bauen werden. Mir geht es sehr gut und ich genieße meine Zeit zuhause, in der ich die Kinder und die Vegetation heranwachsen sehen darf.

 

Wir haben es uns wieder mal gutgehen lassen, sind bei schönem Wetterviel draußen gesessen und haben den Vilshof nur selten verlassen. Ichwar ja schwanger, das mag als Entschuldigung für viel Faulheiten herhalten...


Stephan hat dieses Jahr relativ wenig gearbeitet, war aber dafür viel in seiner neuen Werkstatt, die er sich im Lauf desJahres im ehemaligen Kuhstall eingerichtet hat.

 

Die Kinder haben sich dort ebenfalls Spielplätze eingerichtet, Zoe (2) schaukelt dort sehr gerne ganz wild auf einem Uraltschaukelpferd, auf dem ich auch schon gesessen bin. Lina (4) geht seit September in den Kindergarten und bringt von dort viele Gedichte, Lieder und Spiele mit, die sie dann mit und an uns ausprobiert. Julius (2 Monate) ist ein ganz Handsamer, vorhin habe ich ihn gebadet, was ihm bisher immer ganz gut gefallen hat. Jetzt ist er wieder draußen, warm verpackt in seinem Kinderwagen, und schläft. Ist schon unglaublich, was für ein Leben so kleine Kinder haben: das meiste davon passiert im Schlaf!

 

Ich hatte ein sehr schönes Jahr: gute Bücher gelesen, einsame Bahnen im Freibad gezogen, kleine Erfolgserlebnisse im Garten gehabt (Kohlrabi sind heuer gut gewachsen!), schöne Ausfahrten mit dem Rad vorgenommen und vor allem immer wieder die Gelegenheit gefunden, mir meines Wohlergehens bewußt zu werden.

 

Ich wünschen euch Allen viel Achtsamkeit und Energie für die schönen Dinge des Lebens. Mir wünsche ich mehr Zeit, die ich - hoch und heilig versprochen! - unter anderem auch in die Pflege der Vilshof-Seite (www.vilshof.de) investieren werde.

 

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2004

Wir haben im alten Haus eine neue Küche gebaut. Die alte ist für 4 Personen dann doch zu klein geworden, so wurde die Wand zum "Büro" kurz nach Weihnachten weggenommen. Das ist jetzt unser Eßplatz.


Die Wände wurden bis auf den Bruchstein freigelegt und dann wieder verputzt, was Stephan`s Vater als gelernter Maurer übernommen hat. Tiffy war auch dabei und hat ein paar Tage lang Mörteleimer geschleppt. Die Decke und der Boden wurden schließlich auch noch erneuert, jetzt laufen wir auf Böhmerwaldlärche, die Stephan in seinem Ausbildungsbetrieb selbst gehobelt hat. Ende März sind die Küchenmöbel und wir mit ihnen eingezogen.


Stephan hat ein Sprungbrett und einen Wasserbalkon gebaut. Das ist eine Plattform, ungefähr 1,50 Meter über normalem Vilspegel, mit Geländer. Einen Sonntag haben wir uns dann auch die Mühe gemacht, ein komplettes Frühstück mit Kindern mit dem Schubkarren hinzufahren und zu uns zu nehmen. Es ist die Mühe wert gewesen und wird es wohl wieder sein.


Ich bin mit den Kindern zuhause, Stephan arbeitet meist 4 Tage in der Woche, machmal hat er auch eine Woche zwischendrin frei. Das wertvollste aller Güter, die Zeit, haben wir dadurch recht viel, zumal die Kinder immer bei irgendjemandem unterkommen können, wenn man alleine weg muß oder einen Abend zu Zweit auswärts verbringen möchte.


Heuer wurde mein Garten auch altersgerecht umgebaut: ich habe Gänge ausgehoben, Stephan hat die so entstandenen Hochbeete mit Holz verschalt. Ich freue mich schon auf`s neue Gartenjahr, weil ich heuer wieder so viel dazugelernt habe.


Lina ist in der Ballerina-Phase: schaut am liebsten Ballett-Videos (dadurch habe auch ich Ballett schätzen gelernt!) und tanzt zu Musik von der Sesamstraße bis Herr Mozart. Zoe erobert sich zunehmend Aufmerksamkeit von Lina, bestimmt fangen sie bald das Streiten an...


Dieser Winter wird unser letzter Ölheizungswinter werden, im Frühjahr bekommen wir eine Holzheizung. Aber dazu mehr im nächsten Brief.

 

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2003

Bei uns hat sich dieses Jahr schon einiges getan: wir haben ein neues Kind gekriegt, übrigens das erste seit 60 Jahren am Vilshof! Es war also eine Hausgeburt, Papa ist zuletzt 1942 hier auf die Welt gekommen. Zoe tut das, was alle Kinder in ihrem Alter wohl gerne tun: schlafen, trinken und manchmal ein bißchen anderen Leuten und Dingen beim Bewegen zuschauen.


Lina ist sehr lieb zu ihr, meistens jedenfalls. Bis August war Lina zwei Nachmittage in der Woche in einer Krabbelstube, jetzt ist sie zuhause, hier sind ja auch genug Kinder. Sie spielt viel mit Leo, in unserem Haus, draußen oder bei Marita. Manchmal streiten sie sich auch ordentlich, das ist dann meistens sehr lustig anzuschauen und -hören.


Stephan arbeitet bis Weihnachten noch sehr viel, er hat keine 4-Tage-Woche mehr. Auch wird er im Winter wohl nur 3-4 Wochen frei haben, was ich schon sehr schade finde. Anfang des Jahres waren wir 3 Tage lang beim Snowboard fahren in den Alpen (Steinplatte), bei der letzten Abfahrt hat er sich dann was an der Schulter gebrochen, was aber auch der Doktor erst nach einigen Wochen gemerkt hat. Er war dann bis Mitte Mai krankgeschrieben. So ganz ist es immer noch nicht verheilt, ist halt auch blöd beim arbeiten, weil er sich da ja auch nicht schonen kann.


Ich habe dieses Jahr sehr gesund überstanden, während der Schwangerschaft war ich viel schwimmen und auch etwas radlfahren.


Dieser Sommer war ja sehr heiß, mehr als tagsüber im Schatten zu liegen und ab und zu in die Vils gehen konnte man da gar nicht. Ich bin sogar ein paar Mal richtig lange darin geschwommen, was ich schon seit Kindertagen (vor 20 Jahren!) nicht mehr gemacht habe. Zur heißesten Zeit hatte die Vils dann auch lauschige 17 Grad, mit dicker Bademütze konnte ich dann schön Rückenschwimmen, ohne daß der Kopf zu kalt geworden ist. Mit Stephan bin ich bis Anfang September noch jeden Tag in der Früh um 6 in die Vils, zum Wachwerden und Kreislauf anwerfen.


Ach ja: am 19. September, am letzten warmen Wochenende, haben wir dann noch schnell geheiratet. Stephans Vater, Schwester und seine zwei Omas waren da, ansonsten nur wir und jede Menge Kuchen. Das war sehr gemütlich, wir sind sogar an dem Tag noch in die Vils zum Baden.


Im Januar wollen wir die Küche renovieren. Zuerst haben wir nur eine Spülmaschine gekauft, dann hatten wir die Idee, die Küche zu erweitern, also ein Wand niederreißen und den Nebenraum (das jetzige Büro) mit dazuzunehmen. Momentan klappere ich die Küchenhäuser ab und lasse mir Angebote machen, jeden Tag sehe ich wieder was neues und so langsam nimmt die Küche zumindest in meiner Vorstellung Gestalt an. Jetzt finde ich es auch noch sehr aufregend, Ende Januar, wenn wir dann entscheiden müssen, nervt es mich wahrscheinlich. Aber davon mehr im nächsten Weihnachtsbrief :-)

 

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